Was entsteht, wenn unternehmerische KI-Praxis auf künstlerische Experimentierfreude trifft?
Unter der Moderation von Dr. Sylke Piéch und Helge Sych widmete sich die KI-Lounge am 23. September 2026 genau dieser spannenden Verbindung.
Prof. Dr. Stefan Wittenberg zeigte, wie aus KI-Ideen tragfähige Anwendungsfälle werden. Sein Vorgehensmodell verbindet Top-down-Analyse mit den Ideen der Mitarbeitenden. Aufgaben werden geprüft: Was kann KI übernehmen, welche Risiken und welcher Aufwand entstehen? Daraus entsteht eine KI-Roadmap – erst danach folgen Pilotierung und Skalierung.
Aufgabenprofile machten KI-Potenziale in verschiedenen Berufsfeldern sichtbar wie z.B. Kreditprüfung oder KFZ-Mechatronik. Zugleich wurde deutlich: Nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch zulässig, sicher oder wirtschaftlich sinnvoll. Seine Grundsätze: Use Case vor Technologie, Top-down ergänzt Bottom-up, erst rechnen, dann bauen.
Im zweiten Teil öffnete sich der Blick auf die Kunst. Die Arbeiten und Perspektiven des Künstlers Raimund Schucht zeigten eindrucksvoll, wie Co-Creation mit KI kreative Prozesse erweitert und neue Ausdrucksformen entstehen lässt. Die Künstlerin und Kuratorin Klára Némethy gab anhand der Werke von Markus Lehr faszinierende Einblicke in dessen Schaffensprozess und zeigte, wie sich analoge Fotografie und generierte Bildwelten zu einer eigenständigen Ästhetik verbinden.
Dabei wurden spannende Parallelen zwischen Kunst und Business sichtbar: Transformation braucht Offenheit, Experimentierfreude und den Mut, Ungewissheit als Raum für Neues zu begreifen. So entstand eine besondere Symbiose aus KI, Business und Kunst mit neuen Perspektiven und wertvollen Impulsen für den Umgang mit KI und Veränderung.
Unser herzlicher Dank gilt unseren Referenten für ihre inspirierenden Beiträge sowie allen Gästen für den intensiven Austausch und die großartige Atmosphäre im Berlin Capital Club.